Herren 2: Individuelle Fehler kosten den Sieg

TV Neckargemünd II – KuSG Leimen II   31:31 (17:17)

In Neckargemünd holte die zweite Mannschaft der KuSG in einem offenen Schlagabtausch, in dem durchaus mehr möglich gewesen wäre, nur einen Punkt und muss sich somit höchstwahrscheinlich aus dem Aufstiegsrennen verabschieden. Zu viele individuelle Fehler machten einen fast schon sicher geglaubten Sieg am Ende zunichte.

Die Anfangsphase des Spiels verschlief die Leimener Mannschaft nahezu komplett und lag nach achteinhalb Minuten bereits mit 6:2 in Rückstand. Besonders der Neckargemünder Halbrechte Jordi Winnikes machte den Gästen das Leben schwer, indem er teilweise aus deutlich mehr als 9 Metern einen Ball nach dem anderen ins Leimener Tor nagelte, auf sein Konto gingen 5 der ersten 7 Tore der Heimmannschaft. Trainer Markus Nelhübel ordnete daher an, den Spieler durch kurze Deckung aus der Partie zu nehmen, was auch über große Teile der restlichen Spielzeit gut gelang. Durch diese Maßnahme sowie einige Spielerwechsel startete die KuSG eine schnelle Aufholjagd und konnte schon nach 14 Minuten eine eigene Führung zum Stand von 8:9 verbuchen. Nach einer Auszeit fingen sich allerdings auch die Gastgeber wieder und konnten das Spiel von nun an ausgeglichen gestalten, besonders Spielmacher Alexander Herd profitierte von der offeneren KuSG-Abwehr aufgrund der Manndeckung. Die Führung wechselte ein um’s andere Mal, da sich beide Mannschaften immer wieder kurze Auszeiten „gönnten“ (10:9, 11:12, 17:16). Auf Leimener Seite lag das vor allem an einfachen individuellen Fehlern und vielen Fehlpässen. Durch eine starke Einzelaktion von Matthias Müller, der an diesem Tag der beste Leimener Spieler war, ging man immerhin mit einem Unentschieden in die Halbzeitpause.

Mit eigenem Anspiel konnten die Gäste zwar den ersten Treffer der zweiten Halbzeit erzielen, dass auch die Anfangsphase dieses Spielabschnitts insgesamt verschlafen wurde, verhinderte das aber nicht. Innerhalb kurzer Zeit musste man einen Drei-Tore-Rückstand hinnehmen, doch es passte zur Geschichte dieses Spiels, dass auch diese nicht lange Bestand hatte. Auf einmal gelang Neckargemünd wieder herzlich wenig und das Spiel kippte erneut auf 24:25. Beim Stand von 28:26 elf Minuten vor dem Ende legte die KuSG dann ihre beste Phase dieses Spiels hin und machte aus dem Rückstand durch einen 5:0-Lauf eine 31:28-Führung. Die Hallenuhr zeigte 55 Minuten an, mit Geduld und Konzentration wollte man die Führung bis ins Ziel bringen und natürlich auch noch ein paar Tore zur Sicherheit oben drauf packen. Doch daraus wurde nichts. Abspielfehler in drei aufeinanderfolgenden Angriffen waren einfach zu viel und am Ende hatte man Glück, das Spiel nicht sogar noch zu verlieren. Torhüter Stefan Ruhnau entschärfte einen weiteren Distanzhammer von Jordi Winnikes. Der Versuch, mit einem langen Pass zum Tempogegenstoß selbst noch einmal zum Abschluss zu kommen, misslang leider, sodass man sich am Ende mit dem Unentschieden begnügen musste.

Mit diesem Ergebnis muss unsere zweite Mannschaft die letzten Hoffnungen auf einen sofortigen Wiederaufstieg leider so gut wie begraben. Um Platz 2 noch einzunehmen, müssten die beiden restlichen Spiele gewonnen werden und sowohl Malschenberg als auch Wieblingen dürften aus ihren beiden verbleibenden Partien jeweils nur noch einen Punkt holen, wobei man davon nur noch am letzten Spieltag in Malschenberg eines selbst in der Hand hat. Auch im nächsten Spiel wartet ein schwerer Gegner auf unsere Jungs: am Sonntag, 15.4. trifft sie um 19:20 Uhr auswärts auf den TV Dielheim II in einem Spiel, in dem es vermutlich nur noch um die Plätze 4 und 5 geht.

Für die KuSG spielten in Neckargemünd: Söncke Klinkenborg und Stefan Ruhnau (beide Tor), Jan Klinkenborg (1), Felix Nimtz, Roman Miller (8/2), Felix Rensch (5/1), Matthias Müller (10), Josua Philipp, Martin Strobach (2), Dennis Anselmann (5); Trainer: Markus Nelhübel

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